Gabel

Häufig verwendete Begriffe kurz erklärt

Gabel

Beitragvon gustav2207 » 27. Nov 2007 10:24

Hallo,
beim Studium der skatfuchs-Begriffe stolperte ich über die
Gabel?!
Dachte, das sei ein Bestandteil des Tafelsilbers... :?
Weiß da jemand was näheres oder ein Beispiel.
Danke
Gruß
Gustav2207
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Beitragvon Karlzberg » 27. Nov 2007 16:55

gut, dass du diese frage stellst, die gabel wollte ich ohnehin mal in hinblick auf auf das anfänger-inhaltsverzeichnis hier genauer schildern.
habs nur leider vergessen.
werde ich die tage (dank deiner "erinnerung") aber machen, falls mir niemand zuvorkommt :)
gez.: Das einzig wahre Bier
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Beitragvon fritzel » 27. Nov 2007 17:59

ich hab mal nen bischen recherche betrieben:

http://www.esmeyer-shop.de/oxid.php/sid ... 4.96043614

http://www.hinrichs-flurfoerdergeraete.de/gabeln/

http://www.yatego.com/radsport-mountain ... -03,3,,1,1

http://www.wlw.de/treffer/gabeln.html

müsste von allen was dabei sein.

war das ne arbeit

hab ich aber gern gemacht :)


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Gabel

Beitragvon gustav2207 » 28. Nov 2007 10:28

Guten Morgen
Danke fritzel,
habe mir gleich gedacht, dass das nichts mit dem Skatsport zu tun hat...
Die kurze Abhandlung vom skatfuchs nennt den Begriff.
Meister tomkin hatte hierzu ein Beispiel für den AS aus der Eröffnungslehre zur Abwehr einer 4:1 Trumpfsituation.
Der Sachverhalt war sehr komplex, schwierig und gehörte zu einer der faszinierenden Momente im Skat mit Aha-Effekt.
Allerdings scheint diese hohe Spielkunst schwer darstellbar.
Zudem war die Situation abhängig von der GS, sodass die Gabel zwar ein beeindruckender Spielzug, aber doch abhängig von etlichen wenn und aber.
HH ist AS hat 6 Trumpf krbu pibu heas heda he09 he07 , starke Beikarte (z.B. pias piko pi07) blanke Lusche kr07
Aus meiner Erinnerung war nun die Gabel "aufzubauen".
Die Bedingung war Trumpfgleichstand mit dem 4 Trümpfer zu erzielen; zusätzlich musste zwingende Abgabe an diesen im 8. Stich erfolgen und nun führen beide im Finale noch 2 Trumpf:
Aufspieler: hebu he10
Mitspieler: "beliebig"
Alleinspieler: heas he07
Schönes Szenario, doch schwer herzustellen?!
Gruß
gustav2207
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Beitragvon Karlzberg » 2. Dez 2007 12:17

obzwar (gefällt mir irgendwie dieses wort ;) ) du den begriff eigentlich schon dargestellt hast, möchte ich dennoch ein wneig genauer darauf eingehen:

die gabel im skat hat natürlich indirekt etwas mit unserem allseits bekannten besteckstück zu tun. dazu müssen wir uns nur kurz den aufbau einer gabel (als besteck) vor augen halten:

         | | | |
         \     /
           |||
           |||
           |||


wichtig sind hierbei die vier oberen teile der gabel. dieses bild können wir nun auf das skatspiel wie folgt übertragen (als beispiel):

as (48 augen):
krbu kr07
gs1 (am ausspiel):
kras krda
gs2:
he09 he08

im vergleich zu unserem besteckstück wäre diese konstellation (kreuz ist trumpf dann folgende:

krbu (as) kras krda (gs1) kr07 (as)

der höchste und der niedrigste trumpf umgabeln hier also das kras . es besteht in dieser endspielsituation also keine möglichkeit mehr, den as noch am sieg zu hindern, da er auf jeden fall kras erspielen kann.
eine weitere möglichkeit wäre aber auch z.b. folgende (kreuz abermals trumpf):

as (40 augen):
heas he07
gs1 (am ausspiel):
he10 heda
gs2:
he09 pi09

auch hier besteht für die gs wieder keine möglichkeit, den as daran zu hindern, sich das noch nötige volle unter den nagel zu reissen.

wie wir gesehen haben, steht die gabel also für jede spielsituation, in der man eine (oder auch mehrere) karten zwingend erspielen kann, indem man in der entsprechenden farbe die höchste und die kleinste karte besitzt. die kleinste wäre in z.b. folgender endspielsituation vonnöten (kreuz wieder trumpf):

as (48 augen):
krbu kr08 kr07
gs1 (am ausspiel):
kabu kras krda
gs2:
he09 he08 he07

hier müssen wir uns das bild der gabel (als besteck) natürlich etwas breiter vorstellen. warum aber ist die niedrigste karte dabei von so entscheidender bedeutung?
sehen wir uns dazu den spielverlauf an (A), und tauschen danach kr07 mit krda (B) :

A)
kabu he09 kr07
krda he08 kr08
kras he07 krbu (+61)

B)
kr07 he09 krda (+51)
krbu kabu he08 (+55)
kr08 kras he07 (-65)

wir sehen also, dass sich der as nicht gegen das einspiel wehren kann und somit keine chance hat, kras zu erspielen, welches er zum sieg benötigt.
und das ist dann auch der grund dafür, warum für eine erfolgreiche gabel immer die niedrigste karte erforderlich ist.

warum man eine gabel einsetzt, sollte klar sein:
man versucht damit, das letzte, oder die letzten zum sieg nötigen vollen einzukassieren.
in diesem zusammenhang ist ebenfalls der begriff "trumpfgleichstand herstellen" meistens sehr wichtig, da die gabel meistens in den trumpffarben gespielt wird.
"trumpfgleichstand herstellen" bedeutet, wie der name schon vermuten lässt, dass man durch das stechen beliebiger karten seine trümpfe soweit kürzt, dass man die gleiche anzahl an trümpfen hat, wie der gs mit den meisten gegentrümpfen.
dabei spielt es erst sekundär eine rolle, ob der trumpfstand nun vermutet wird, oder tatsächlich schon "erforscht" wurde. der grund dafür ist, dass die gabel meist nur gegen viele gegentrümpfe angewandt wird. daher ist sie meistens nicht mehr von entscheidender bedeutung, wenn doch nciht soviele trümpfe, wie vermutet, gegen den as stehen.

wie und wann man eine gabel richtig und erfolgreich einsetzt sollte aber eher in der allgemeinen theorie abgehandelt werden, da dies doch ein umfassenderes thema ist.
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