Es gab mal eine Zeit, da war meine Heimat geteilt: Es gab einen größeren westlichen Teil und einen kleineren östlichen Teil. Das ist zwar lange Zeit her, aber wenn jemand glaubt, das sei aus den Köpfen der Bewohner längst verschwunden, dann irrt er. Noch heute wird man durch Straßen- und sogar Ortsnamen daran erinnert, die Älteren wissen sogar, wo die Grenze verlief.
Die räumliche und ideologische Grenze hat sich noch nicht vollständig verwischt, teilweise wird das noch heute ausgelebt. Da gibt es zum Beispiel Kohlhof, das zu Neunkirchen gehört und Bayerisch-Kohlhof, das zu Kirkel gehört. Da ging die Preußisch-Bayerische Grenze mitten durch das Dorf!
Oder Spiesen (bayerisch) und Elversberg (Preußisch), die durch irgendwelche historisch desorientierte Verwaltungsmenschen im fernen Saarbrücken zu Spiesen-Elversberg zusammengepappt wurden. Mittlerweile wollen die Spiesener wohl auch irgendwie Elversberger sein
, zumindest fußballerisch, aber noch heute gibt es einen FC-Bayern-München-Fanklub in Spiesen!
Ich schlage vor, die innerdeutsche Grenze wieder herzustellen, gerade in der heutigen Zeit, in der das preußische Elversberg gegen den FC Bayern München in der Bundesliga spielt, damit die Bayern-Fans wissen, in welchem Ortsteil sie sich aufzuhalten haben! Wenigstens solange, wie Elversberg noch in der Bundesliga spielt. Alternativ könnte man auch die Mitglieder des Bayern-Fanclubs wegen Landesverrats ausweisen.
Tschüß!
Elversquiek




