Als ich heute morgen nach einer Nebenrolle in einer noch unveröffentlichten Folge von "Hubert und Staller" unverschämt gut gelaunt aufgewacht bin, hatte ich noch keine Lust aufzustehen, also habe ich mir mal wieder ein paar Gedanken zu dem Universalbegriff "Vernunft" gemacht, als Anfang eines Comics:
Rechts steht ein Strenggläubiger, er sieht aus wie eine Mischung aus Isnogud und dem intriganten Pyramidenbaumeister aus "Asterix und Kleopatra". Er will den Ungläubigen mit einem spitzen Gegenstand anstupsen, weil er glaubt, dass sein Gott das befohlen hätte und ihn dafür mit der Aufnahme in den Himmel und einer ganzen Menge Jungfrauen, vielleicht nicht gerade 72, aber er nimmt alle, die noch da sind, belohnen würde. Das ist für ihn vernünftig.
Links steht der Ungläubige, auch im Comicstil, weites kariertes Baumwollhemd, verwaschene blaue Jeans, Cowboyhut. Er sieht sich bedroht, will dem Strenggläubigen präventiv einen Behälter mit explosivem Inhalt auf den Kopf werfen. Das ist für ihn vernünftig.
Von der Seite watschelt eine dritte Figur heran, vermutlich direkt aus einem Asterixheft:
Sandalen, braune Mönchskutte, wohlbeleibt, die Hände über dem üppigen Bauch gefaltet, die Augen andächtig geschlossen, obendrüber ein kleiner Heiligenschein.
Als er angekommen ist, ruft er: "Lasst Vernunft walten, ihr lieben Kinder Gottes!" "Vernunft" heißt für ihn: Friede, Freude, Flaumenkuchen. Und eine Amphore Wein.
Dann werden alle mal so richtig vernünftig.
Tschüß!
grunzquiek




