Hallo - Skatwissende!
Es gibt da in meiner privaten Freizeitskatgruppe etwas, daß mich stört. In der Skatordnung ist über dieses Thema nichts zu finden, nur zum Thema "Berühren der Blinden".
Ein Spieler faßt die Tischkarten an und verschiebt diese jeweils zu dem Mitspieler direkt vor dessen Nase, der als Nächstes dran ist, und macht das bis der letzte Spieler dran war -- Stich für Stich -- Ist dies erlaubt? - Warum sollte es nicht erlaubt sein? - Die Skatordnung gibt zu diesem Thema wenig her. Ich habe aber so ein sonderbares Verhalten nach 35-jähriger Skaterfahrung selbst noch nicht erlebt.
Dann gibt er noch Hinweise und Gesten --- in dem, wenn er mit seinem Kartengeschiebe bei seinem Mitspieler angekommen ist, und er der Meinung ist, daß dieser nun schmieren kann, haut er mit Zeigefinger und Mittelfinger unmißverständlich auf die liegenden Karten und fordert quasi das Schmieren seines Mitspielers aktiv ein. Ich weiß das dies laut Skatregeln unerlaubte Hinweise und Gesten sind, und habe es Ihm auch schon hundertfach gesagt. Leider bisher ohne Erfolg und auch ohne Konsequenz(Spielverlust) meinerseits. Man will dann nicht so kleinlich sein, die Anderen Mitspieler sind eher Freizeitspieler, die nun nicht die große Ahnung von Skatregeln haben und auch nicht häufig spielen, und diese Machart wohl weniger stört als mich. Aber wie soll man auf so etwas reagieren oder sich sinnvoll und mit Maß verhalten? - Oder bin ich hier etwas kleinlich ? --- Er selber zieht die Karten-Anfassthematik natürlich ins Lächerliche, und fragt dann in völlig normalen Situationen auf provozierende Weise ob er nun ohne Konsequenz die Karten anfassen darf -- beispielsweise beim Aufnehmen der Blinden oder wenn eine Karte auf dem Tisch zu weit läuft und man diese wieder in die Tischmitte legt.
Eine andere Unart von dieser Person ist bei Null-Ouvert die Karten auf dem Tisch anzufassen und selbst auseinander zurecht zu legen, und dann eben auf den gefährlichen Farben besonders auffällig herum zu fingern, so, daß Jedem klar ist wo man nach seiner Meinung angreifen sollte.
Darüber hinaus macht er dann mündlich während des Null-Ouverts seinem Mitspieler Vorschläge, wie -- man könnte doch mal die Farbe wechseln oder eine andere Farbe probieren - was für den Einzelspieler tödlich sein kann.
Die Internationale Skatordnung gibt es zwar und ist mir persönlich auch bestens bekannt, aber er kennt sie nicht und diese interessiert ihn auch nicht -- genaugenommen spielt er nur nach seinen eigenen Regeln, was meines erachtens kein Skatspiel mehr darstellt. Er ist 78 Jahre alt und spielt seit über 50 Jahren, mit langen Unterbrechungen, Freizeitskat.
Ich wollte einfach mal fragen wie man auf solch eine Situation angemessen reagiert - und wie Ihr die Situation bewertet.
Vielen Dank für Eure Antworten und Eure Zeit
Herzliche Grüße




