Der letzte Kreuzzug - ein Märchen aus einem...

Alles, was nicht in eine andere Area passt.

Der letzte Kreuzzug - ein Märchen aus einem...

Beitragvon grunzquiek » 21. Jan 2024 13:55

... 100.000 km entfernten Land

Irgendwann kurz vor der nächsten Steinzeit:

Die Reichsverwalter Ritter Robert von der Dunkelflaute, Gräfin Annalena von Kannix, Fürst Olaf der Vergessliche von Weissnix und Christian von Umfall, eigentlich ein frommer Mönch des Marktwirtschaftsordens, der aber hofft, für sich und sein Gefolge beim Kreuzzug eine goldene Nase zu verdienen, machen sich auf die Reise durch das Klimaland, um die heidnischen Klimaleugner zu bekehren.

Die bewährte Strategie aller Kreuzzüge: Erstmal alles kurz- und kleinschlagen, die Bevölkerung ausrauben und danach alles so aufbauen, wie man es gerne hätte.

Die von Ketzern geäußerte Frage, wovon sich die überlebende Bevölkerung ernähren soll, wird mit dem Hinweis auf vegane Ernährung von dem, was die übriggebliebene Wüste so bietet, abgeschmettert. Dem großen Ziel muss alles untergeordnet werden.

Kurz nach dem Aufbruch gibt es schon die ersten Probleme: Die gesunden und kräftigen Pferde müssen den Gnadenstoß bekommen, weil Ritter Robert festgestellt hat, dass sie verseuchtes Wasser getrunken haben, das noch in einer Million Jahren strahlt. Nun denn, das soll den Zug nicht aufhalten, es werden schnell neue Pferde gekauft, die aber nur bei schönem Wetter laufen wollen. Macht nichts, es werden dann halt für die Schlechtwetterphasen noch ein paar Pferde im Ausland angemietet, Geld ist ja jede Menge da, jedenfalls irgendwann einmal, wenn man die zu bekehrende Bevölkerung ausgeraubt hat. Darauf nimmt man schonmal einen Kredit auf.

Dann nimmt das Unheil seinen Lauf: Der ketzerische Fürst Friedrich der Allerletzte von BlackRock hat dem obersten Richter verraten, dass man das Geld nicht für eine Arznei gegen eine schreckliche Seuche ausgeben will, wie angegeben, sondern als Reisekasse verprasst. Alle Beschimpfungen nutzen nichts, der oberste Richter bleibt hart, der Kredit wird storniert, die frommen Damen und Herren sind pleite.

Sie wissen nicht, wie sie die Opfergaben für ihren Gott, ihre horrenden Wirtshausrechnungen und den Unterhalt für die vielen armen Menschen, die sie eingeladen haben, sich ihnen anzuschliessen, bezahlen sollen. Jetzt müssen sie ganz schnell die Bevölkerung ausrauben, obwohl sie noch garnicht richtig dazu gekommen sind, alles kurz- und kleinzuschlagen, das geht nur schleppend voran, weil Christian von Umfall jedes Mal auf die Knie fällt, um seinen Gott um Vergebung zu bitten, bevor er alles kurz-.... Überall stehen noch intakte Häuser rum, die meisten sogar noch mit funktionierenden Heizungen. Man hat zwar schon vieles zerstört, aber für den Rest bleiben nichtmal 2 Jahre Zeit. Wenn dann der ketzerische Fürst Friedrich der Allerletzte von BlackRock und sein Vasall Markus von der Theresienwiese die Reichsverwaltung übernehmen, muss alles kurz- und kleintransformiert sein.

Doch dann kommt alles noch zu einem guten Ende: Die mächtige Königin Ursula vom Taka-Tuka-Land kommt zu Hilfe, transformiert selber alles kurz und klein und die frommen Kreuzfahrer haben jetzt genug Zeit, um die Bevölkerung auszurauben und zu bekehren. :)

Eventuelle Ähnlichkeiten mit tatsächlich lebenden Personen sind rein... naja, am unwahrscheinlichen Ende sieht man ja, dass es nur ein Märchen ist.
"Es gibt so Tage, da wehen einen die Urfragen der Menschheit an.
Was ist der Mensch? Wo kommt er her? Und warum ist er nicht dort geblieben?"

(Matthias Beltz, Skat- und Bierforscher, Autor, Jurist, Kabarettist)
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