neue Abkürzungsregel

Fragen zur ISkO

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neue Abkürzungsregel

Beitragvon Padiga » 8. Sep 2019 19:03

Hallo zusammen,

Gestern bei der Liga folgenden Fall. Alleinspieler spielt Herz und ist beim neunten Stich mit Herz 9 und Kreuz Bube in Hinterhand.

Der Aufspieler hat Herz Bube und Herz König und spielt davon den Buben auf, bei einem Stand von 58 Punkten für die Gegenspieler

Jetzt deckt der Alleinspieler auf und sagt Rest. Sofort deckt der Aufspieler seinen Herz König auf und sagt ich bekomme doch noch einen.

Jetzt bemängelt der Alleinspieler Kartenverrat. Kommt er damit durch ?

LG Padiga
Zuletzt geändert von Padiga am 8. Sep 2019 19:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon Primrose » 8. Sep 2019 19:06

Auf gar keinen Fall. Durch die Abkürzung des AS kann der GS gar keinen Kartenverrat mehr begehen.

Da würde ich den AS vermutlich sogar wegen fadenscheinlichem Recht verwarnen, wenn es ein halbwegs erfahrener AS ist.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon ThomAss » 8. Sep 2019 19:16

Padiga hat geschrieben:Jetzt bemängelt der Alleinspieler Kartenverrat. Kommt er damit durch ?

LG Padiga


Nö Kartenverrat ist es nicht, gewonnen hat der AS aber trotzdem, siehe neue Abkürzungsregel.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon Primrose » 8. Sep 2019 19:20

ThomAss hat geschrieben:
Padiga hat geschrieben:Jetzt bemängelt der Alleinspieler Kartenverrat. Kommt er damit durch ?

LG Padiga


Nö Kartenverrat ist es nicht, gewonnen hat der AS aber trotzdem, siehe neue Abkürzungsregel.



Ich glaube, die 58 Punkte beziehen sich auf den Stand der Gegenpartei. Hast du das bedacht?
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon Padiga » 8. Sep 2019 19:28

die Regel besagt ja, das die Gegenspieler weiterspielen können, aber ohne das weitere Karten gezeigt werden. Die Karten des Alleinspielers müssen liegen bleiben. Nehmen wir an, die Gegenspieler haben erst 56, dann müßte der zweite Gegenspieler eine Dame in den Herz Buben werfen.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon ThomAss » 8. Sep 2019 20:15

Primrose hat geschrieben:
ThomAss hat geschrieben:
Padiga hat geschrieben:Jetzt bemängelt der Alleinspieler Kartenverrat. Kommt er damit durch ?

LG Padiga


Nö Kartenverrat ist es nicht, gewonnen hat der AS aber trotzdem, siehe neue Abkürzungsregel.



Ich glaube, die 58 Punkte beziehen sich auf den Stand der Gegenpartei. Hast du das bedacht?


Äääähmmmm Nein, dann gewinnen die Gegenspieler. :-) 8) :lol:
Für mich reklamiert dann hier der GS einen siegbringenden Stich mit "ich habe aber noch Herz (Trumpf) König nach der Abkürzung des AS.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon ThomAss » 8. Sep 2019 20:16

Padiga hat geschrieben:die Regel besagt ja, das die Gegenspieler weiterspielen können, aber ohne das weitere Karten gezeigt werden. Die Karten des Alleinspielers müssen liegen bleiben. Nehmen wir an, die Gegenspieler haben erst 56, dann müßte der zweite Gegenspieler eine Dame in den Herz Buben werfen.


Weil das nicht nötig ist, gewinnt der eine GS ja aus eigener Kraft, daher würde ich das Spiel dem AS immer abschreiben.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon mr.kite » 14. Sep 2019 23:33

Die GP kann hier einfach Weiterspiel verlangen. Der Kartenverrat, der zweifelsfrei vorliegt, muss geduldet werden. So zumindest meine Interpretation.
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Re: neue Abkürzungsregel

Beitragvon Eric » 16. Sep 2019 13:39

Ich sehe den Kartenverrat,, der hier streng genommen schon vorliegt, als klare Aussage zu "ich möchte weiterspielen" , was ja unweigerlich zum Spielverlust führt. ( Unabhängig von der Spielführung des anderen GS ! ).

Problematisch wird das Ganze aber, wenn der AS mit 3,4 oder noch mehr Karten abkürzt. Er muss , zumindest meine Interpretation vom 4.4.4 ISkO , immer nur den Kartenverrat des der Abkürzung zustimmenden Gegenspielers hinnehmen. Wenn der Weiterspiel verlangende Gegenspieler seinen (Sieg)Anspruch durch das Offenlegen seiner Karten "untermauert" kann der Schuß nach hinten losgehen. Wenn in solchen Fällen auch nur der Hauch einer "Hilfe" durch den anderen GS zum Spielgewinn nötig ist, würde ich immer pro AS entscheiden.
So ist das Skatspiel eben - manche Spiele verliert man, und manche gewinnen die anderen

Ein Weiser schätzt kein Spiel, wo nur der Zufall regieret.
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