Einfluss der Spieleposition auf die Gewinn-Wkt.

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Einfluss der Spieleposition auf die Gewinn-Wkt.

Beitragvon Skatfuchs » 21. Apr 2007 10:12

Hi Skatpinnies,

auf Vorschlag von chrisdanny mach ich mal einen neuen thread auf: Die Analyse des Einflusses der Spielposition auf den Spielgewinn.
Zu Beginn hätte ich mal folgende Fragen:
1. Warum spielt VH in der Regel prozentual mehr Spiele als MH und HH?
2. Wie seht ihr den Einfluss der Spielepositionen
a. bei Farbspielen
b. bei Grandspielen
c. bei Nullspielen

Sicherlich kann und muss innerhalb der Spielekategorie noch weiter differenziert werden! Vielleicht könnt ihr zur jeweiligen Aussage auch noch ein kleines Beispiel bringen? :wink:
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Beitragvon chrisdanny » 21. Apr 2007 10:57

Hi,

ok, ich mache dann auch mal den anfang.

Beispiel Farbspiel, Tempoproblem.

Bei 4 zu 2-Verteilung oder 3 zu 3-Verteilung in VH unverlierbar, in MH oder HH (sofern man in seiner Stehkarte nicht eingespielt wird) nicht zu gewinnen.

krbu kras kr10 krko kr07 heas he10 heko heda he09

gedrückt (als Beispiel): ka10 kako

Spielverlauf:

krbu kr08 kr09
kr07 krda kabu

AS hat jetzt noch kras kr10 krko

Gegner "links" hat noch:

pibu hebu

oder

Gegner "links" hat pibu, Gegner "rechts" hat hebu (oder umgekehrt, ohne Belang)

3.
pi09 kras
4. AS zieht seine Stehkarte, egal, was die Gegner machen, das Spiel ist gewonnen

Gleiches Spiel in MH (oder in HH entsprechend 1. pi09 pida kras)

1. pi09 kras
2. krbu kr08 kr09
3. kr07 krda kabu
4. pi08 kr10

AS hat jetzt nur noch krko.

Auch hier muss er mit der Stehkarte antreten.

im 5. oder spätestens 6. Stich sticht "links" (4 zu 2), zieht den letzten Trumpf ab und die Gegenpartei macht alle Reststiche,

ODER

im 5. oder spätestens 6. Stich sticht "rechts" (3 zu 3) Stechfarbe mit Überstich sofort oder spätestens einen Stich später von "links", Gegenpartei macht alle Reststiche.

Nicht umfasst ist hier natürlich ein möglicher "fetter Stich" der doch noch zum Sieg für den AS führt.
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Beitragvon Skatfuchs » 21. Apr 2007 11:24

Hallo chrisdanny,

ist sicherlich richtig als Beispiel- ich hätte aber auf das Blatt in MH oder HH heas he10 gelegt und ka10 kako oben gelassen!
Und dann sieht's doch gleich ganz anders aus?! :wink:

Was ich damit sagen will: Man drückt natürlich auch unterschiedlich, je nach Spieleposition- und stellt sich so darauf ein!
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Beitragvon chrisdanny » 21. Apr 2007 12:49

hi Fuchs,

es ging ja um die Überschrift (spielposition - in MH HH nicht zu gewinnen, in VH bei 4 2 oder 3 3 unverlierbar), nicht darum, ob er evtl. dann doch in MH oder HH gewonnen werden "könnte", wenn man anders drückt - was im Übrigen noch sehr fraglich ist...

Auf den Tag, wo wir uns mal real treffen, freue ich mich schon jetzt...ENDLOSE Diskussionen....schööööööööööönnnnn....*Fg*
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...

Beitragvon WMatti » 5. Mär 2009 07:50

Hallo,

m.E. verliert man in mh-Position vor allem deshalb prozentual die meisten Spiele, weil man als erster reizt.

hh und vh müssen nun überlegen, ob sie das risiko eingehen, zu halten oder gar weiter zu reizen - was immer ein Hemmschuh ist.

als zweiter reizt bekanntermaßen hh. Wenn mh also weggepasst hat und hh zu vh "18" sagt, besteht nur noch die Gefahr einer An-Reizung, die wegfallen kann.

Als letzter sagt schließlich vh "18!", wenn beide anderen bereits gepasst haben. vh kann sich sicher sein, daß beide Mitspieler nicht einmal ein Blatt zum Anreizen haben und freut sich folglich auf eine mit hoher Wahrscheinlichkeit gute Findung bei guten Kartenstand.

Dieser Logik nach verliert mh die meisten Spiele, hh die zweitmeisten und vh am wenigsten Spiele.

Diese Überlegung stützt auch die Tatsache, daß vh am meisten spielt. Denn man erspart sich einige Eingepasste durch die Hoffnung einer guten Finde und eines guten Kartenstandes, was man gerade bei "passe passe" am ehesten erwarten darf.

Gruß! Matthias
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