Wieviele Bilder krieg ich denn?

Tipps und Strategien, die den Einstieg erleichtern sollen
Grundbegriffe und Theorien für Anfänger.
Siehe: Begriffssammlung

Wieviele Bilder krieg ich denn?

Beitragvon Kannnix18 » 26. Sep 2006 14:02

Hi Pinnies,

war mir nicht ganz sicher, ob ich den folgenden Merksatz ( Eselsbrücke ! :lol: ), den die meisten wohl noch nicht in so prägnanter Form durchleuchtet haben, hierher stellen sollte, oder ob er auch im Fortgeschrittenenbereich gut untergebracht wäre?



Damit daraus auch ne Knobelaufgabe wird, habe ich die Methodik und die Darstellung an Hand von Beispielen einfach umgekrempelt, damit ihr auch was zu tuen bekommt.



Merksatz:



"Sag mir wieviele Luschen du hast,und ich sage dir, wieviele Bilder du bekommen wirst ( bei Grand und bei Solos)" !?



Dieser Merksatz soll dabei helfen, bestimmte , sehr häufig vorkommende Spiele in Sekundenbruchteilen besser beurteilen zu können. Und zwar immer dann, wenn die Verteilungen sehr kompliziert sein könnten, die Spielverläufe und Varianten nicht genau vorhersehbar, sondern im Hauptplan lediglich meine Stichezahl vorausgesetzt werden kann, sowie die Zahl der Vollen ,die ich habe ,sichere ,drücke, oder erobern will.



Wenn das aber noch nicht reicht, wäre es schön, wenn man eine "Formel " hätte, die mir vorab Auskunft gibt, was ich automatisch, egal bei welcher Verteilung , noch dazubekomme? :) :D



In der Vergangenheit ( z.B. bei "Weiterbildungsseminaren-- für inzwischen aktive-- Seminarleiter" lol :lol: ) habe ich es auch mal als "Luschenanalyse" bezeichnet.



Nur als Hinweis für diejenigen, die mit diesem Begriff schon was anfangen können, weil er auf einem "Seminar für Skatspieler" so vermittelt wurde?


Frage 1 :

Für welche Spiele mag dieser Satz zutreffen?



Frage 2 :

Wieviele Stiche will man in diesen Spielen machen?



Viel Spass


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Beitragvon Kannnix18 » 26. Sep 2006 14:06

Nachtrag:
Ich behaupte mal kackfrech, dass in ca. einem Drittel aller in beiden Bereichen bisher geposteten Aufgaben die Formel anwendbar ist!

Mithin also ne prima Hilfe bei der anschließenden Knobelei.

Deshalb wäre es auch witzig, wenn jemand einfach mal aus diesem Fundus ..sagen wir 3 .. Beispiel benennt, wo der Satz zutrifft!?

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Beitragvon HomerJay » 26. Sep 2006 15:04

Ich bringe mal einen Klassiker:

krbu pibu kras kr10 kr07 pias pi10 he09 he07 ka08

In VH ist der Grand Hand unverlierbar. Man macht sechs Stiche mit 50 Augen, hat selbst vier Luschen und kriegt auf jeden Fall vier Bilder (wenn nicht von der GP, dann im Skat).

Eine Formel... nee, das ist mir momentan zu knifflig. Bin aber neugierig!
Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben, und der Pessimist befürchtet, dass das stimmt.
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Beitragvon First » 26. Sep 2006 15:38

Es gibt 12 Luschen im Spiel.



Ich mache 7 sichere Stiche. bekomme also 23 Karten rein (14 von den

Gegenspielern, 2 im Skat und 7 eigene) Dann müssen davon min. 11 Zählkarten sein.



Habe ich also selber in meinen Karten

8 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 4 und 10 Karten die zählen

7 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 5 und 9 Karten die zählen.

6 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 6 und 8 Karten die zählen.

5 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 7 und 7 Karten die zählen.

4 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 8 und 6 Karten die zählen.

etc.





Ich mache 6 sichere Stiche. bekomme also 20 Karten rein (12 von den

Gegenspielern, 2 im Skat und 6 eigene) Dann müssen davon min. 8 Zählkarten sein.

Habe ich also selber in meinen Karten

8 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 4 und 8 Karten die zählen

7 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 5 und 7 Karten die zählen.

6 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 6 und 6 Karten die zählen.

5 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 7 und 5 Karten die zählen.

4 Luschen bekomme ich von den Gegnern max 8 und 4 Karten die zählen.

etc.



Als Beispiel für 8 Luschen bei 7 sicheren Stichen

in VH krbu pibu kras kr10 kr09 kr08 kr07 he09 he08 he07 pi09 ka09



ich habe selber 25 Augen. Die Gegner müssen 10 Zählkarten dazu geben.

mindestens 2 Buben 4 Damen und 4 Könige = 32 ich kann mit 57 verlieren.
Zuletzt geändert von First am 2. Jul 2009 18:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Karlzberg » 26. Sep 2006 17:48

ich denke, das ist im anfängerbereich schon gut aufgehoben.

die rechnung ist hierbei ganz einfach, man geht von 12 luschen gesamt im spiel aus und zieht davon die anzahl der eigenen luschen ab. dann berechnet man die anzahl der eigenen stiche (wie oft kann ich ziehen), dazu zählt auch ein einstich (wird gerne vergessen). somit ergibt sich die anzahl der karten, die die gs dazugeben müssen. wenn ich z.b. 6 mal ziehen kann, müssen mir die gs also 12 karten dazugeben. habe ich nun 8 eigene luschen, müssen mir die gs folglich 12-8 zählkarten dazugeben. bei der berechnung beginnt man dann mit den neidrigsten bildern (also buben). hat man i.o.g. beispiel also 2 buben, bekommt man somit von den gs mind. 2 buben und 2 damen, also 10 augen.
bei handspielen kann man die zwei karten im skat übrigens immer als luschen behandeln. sind es in obigem beispiel doch bilder im skat, macht es keinen unterschied, ob ich sie nun aus dem skat oder von meinen gegnern bekomme. um also nochmal auf obiges beispiel zurückzukommen:
ich habe 6 luschen auf der hand (sage ein hand spiel an) und rechne einfach die beiden luschen im skat dazu. bei 6 mal ziehen macht dies -wie oben bereits beschrieben- 4 bilder von den gs. liegen jetzt doch zwei bilder im skat, bekomme ich zwar nur zwei bilder von den gs, dafür aber eben noch die beiden bilder aus dem skat dazu.
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Beitragvon skatazubi » 26. Sep 2006 20:06

Hallöchen!

Versuche auch mal mein Glück!

Wie first und karlzberg bereits beschrieben haben, gibt es 12 Luschen. Davon ziehe ich meine eigen ab. Dividiere diese Zahl durch 2 und weiß nun, ab welchem Stich ich Bilder von den Gegnern erhalte. Sind die Luschen unterschiedlich verteilt, erhalte ich von einem Gegenspieler früher Bilder. So kann man im Vorfeld das Spiel planen.

Bis denne
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Beitragvon Skymaster » 26. Sep 2006 22:37

Bei 6 Stichen, bekommt man soviel Bilder wie man Luschen hat.
Zähl' Trumpf und Augen allemal, so hast du nie die "Qual der Wahl", ob Abzuwerfen oder Stechen, und must für's Spiel nicht auch noch blechen!
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Beitragvon Kannnix18 » 26. Sep 2006 23:27

SUPER SKY!!

Genau das ist eines der Ergebnisse der Luschenanalyse, wie sie oben von First sehr ausführlich dargestellt und von Karzberg näher beschrieben wurde.

Exakt:
Für alle 6 Stiche - Spiele gilt demnach:

Soviele Luschen wie ich habe (inkl.Stock und bei Handspielen einfach 2 Luschen in den Skat denken)
...soviele Bilder bekomme ich auch,Buben mitgezählt


Und für 7 Stiche -Spiele ( z.B.Grand):

Soviele Luschen ,wie ich habe, soviele Bilder bekomme ich ohne Buben mitzuzählen!

Daraus folgt:
Für 6 Stiche Spiele brauche ich nur 4 Volle, wenn ich mindestens 4 Luschen besitze / abgebe.
Für 7 Stiche Spiele brauche ich nur 3 Volle, wenn ich mindestens 3 Luschen besitze / abgebe!

Demnach also ( einfach aus diesem Zusammenhang abgeleitet):

Für 5 Stiche Spiele brauche ich 5 Volle ,wenn ich mindestens 5 Luschen führe / abgebe.

Zusammenfassende Regel:

Soviele Volle ,wie ich habe ( also auch Stock oder Abstiche ), soviele Stiche darf ich abgeben!!

Wichtig: mindestens genausoviel Luschen dabei haben und ggf. den Gegnern überlassen.

Und wie das immer auf diese einfache Mathemathik( siehe First) zurückzuführen ist, ist dann Teil meines Plan und der entsprechenden Strategie bzw. Technik der Abwicklung.
Mit anderen Worten ( Ich sagt mal an anderer Stelle : " Im modernen Skat verschwinden die Grenzen zwischen Grand und Solo, weil die Durchführung eben durch diese o.a. Grundregeln auf einen Nenner gebracht wird):

Ziel eines jeden Spiel muss es sein, in einer der oben angegebenen Schablonen zu landen, wenn man nicht bereits durch Drücken und Trumpfphasen diesen Punkt bereits sicher erreicht hat.
Da wo noch ein Bild fehlen sollte(Berechnung siehe oben) braucht man z.B. durch Abwürfe nur warten, bis irgendwann einmal ein Stich angeboten wird, in den die Gegner zwangsläufig ( oder weil sie es eben nicht beilegen) ne Lusche anstatt eines Bildes einbringen...und schwupps.hat man ganz am Ende eines mehr,als zuvor hochgerechnet, denn unsere Hochrechnung anhand der Formel geht immer vom Maximum auf jedem Stich für die Gegner aus.Wenn also mal nicht Maximum fällt, ist das was fehlt, bereits ein Zugewinn!

(Hierzu ein Hinweis auf die 14 Augen Regel) Kriegen wir dann später bei der Strategie.

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Übrigens:
#Niemand macht etwas falsch,wenn hier noch Verständnisfragen anhängig sein sollten. Immer her damit! Wäre schade, wenn wir uns weiter in die Materie reinwühlen, und jetzt schon einige das bisherige nicht verinnerlichen konnten.
Das ist erst der Anfang! :wink:

Aus diesen "Regeln" lassen sich nämlich bereits Stärken einer Karte vor dem Reizen beinahe zu 100 % vorhersagen( Ja Karlzberg:) )
Wir werden alle diese Erkenntnisse in einem weiteren Vereinfachungsschritt auf das Zehnersystem " reduzieren, ohne das wir dann noch die Formel oben bräuchten---die sind darin eingearbeitet.
Karlzberg hat das mal als Stegen Reize hier angedeutet.
Kommt auch bald was dazu.
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Beitragvon Skymaster » 26. Sep 2006 23:48

Für 5 Stiche Spiele brauche ich 5 Volle ,wenn ich mindestens 5 Luschen führe / abgebe.



VH spielt kreuz oder Grand

kr09 kr08 kr07 pias pi10 heas he10 kaas ka08 ka07



Alle volle gehen = Sieg :)
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Beitragvon First » 27. Sep 2006 08:26

Dafür braucht man das allerdings nicht. bei dem Blatt ist es ziemlich egal ob du Bilder dabei hast oder Luschen.
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Wieviel Bilder krieg ich denn

Beitragvon volz » 27. Sep 2006 11:11

Hallo first,
kann ich bei dir Skat lernen:
6 sichere Stiche bei 8 Luschen... krieg ich noch nicht hin. 8)
Gruß
Kai
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Beitragvon First » 27. Sep 2006 11:15

ich mache sogar 7 sichere Stiche mit 8 Luschen :D

8 Luschen auf 12 Karten! oben ist es bebildert.

du quetscht ja 2 davon..... 8)


Mit dem Skatlernen...... das wäre nur eine Frage des Honorars :D :D :D
Zuletzt geändert von First am 27. Sep 2006 11:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Die 12.Karte??

Beitragvon Kannnix18 » 28. Sep 2006 08:53

Hi skatazubi, Sky und Karlzberg,

Und ich würde sagen:

Ich sehe nur 11 Karten, demnach verloren,weil du (nach Stockaufnahme ? ) oder nach dem Drücken ( ) ein Spiel mit 11 Handkarten eröffnet hast!! :lol:
Es sei denn ,einer deiner Gegenspieler hat die dir fehlende zuviel, also auch 11 Karten , oder 9 ,weil du den Stock noch garnicht dabei hast?
Aber das sind Regelfragen, die an anderer Stelle kompetent aufgegriffen werden sollten.

Eine zuwenig gedrückt?
Jedenfalls stimmen so die Brechnugsgrundlagen nicht.

Vorschlag: Klau einfach ein beliebiges, rotes Ass und pack zwei beliebige Luschen dazu.

Mit diesen 12 Karten ( nach Stockaufnahme und in VH ! ) lässt sich ne ganze Menge vorhersagen:

Die Profis kennen diese Stellungen auswendig, wir wollen aber über die Luschenformel mal den exakten Nachweis rausbringen, warum das Spiel als Grand unverlierbar ist!

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Beitragvon Karlzberg » 28. Sep 2006 08:59

nunja, der ist aber nicht nur mit der luschenformel zu berechnen, sondern eher mit der umgekehrten rechnung, wieviel die gs überhaupt bekommen können. der steht so ja auch in unserem KLEMPNER-forum, allerdings sind da auf der hand des as noch zwei bilder. ganz einfach deshalb, weil viele spieler eher dazu neigen, das blatt dann schön zu drücken und eben die bilder halten, wodurch das spiel verlierbar wird.
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Beitragvon Kannnix18 » 28. Sep 2006 09:22

Hi karlzberg;
Klaro, dass diese eindeutige Situation auch über den umgekehrten Weg ( Def,: Negativmethode)zu den gleichen Ergebnissen führen wird. Das o.a.Beispiel ist aber so überschaubar, dass es als Einstieg für die Luschenmethode sehr gut taugt.

Wenn man diese 6 Stiche Grands erstmal drauf hat, soll ja die Luschenmethode dazu führen, dass ich exakt vorhersagen kann, was mir am 61 Auge ggf. noch fehlt!
Ist ja nicht immer so, dass ich als Resultat ein unverlierbares damit errechnen kann.
Wenn ich z.B. selber zuviele Bilder habe , also meinetwegen bei drei Vollen in der Hand und 14 im Keller noch einen König auf der Hand behalten muss, weiss ich zunächst , dass es eng werden kann, erkenne aber über meine Hochrechnung sofort, was ich außer der Reihe noch brauche, bzw. ab wann mein Spiel im Verlauf unverlierbar wird.
Die "Negativmethode" ( was können die Gegner max.festhalten oder laden, wenn ich ihnen während des Spiels oder am Ende meine 4 Fehlstiche hinklatsche ? )ist für diese 6 Stiche Spiele genauso so gut und auch exakt, nur wesentlich schwieriger, weil der Ungeübte immer das gesamte Restmaterial vor seinem geistigen Auge zusammenzählen muss.

Bei undurchsichtigeren Spielen ist es demnach einfacher, nur die Luschen zu zählen, die daraus ermittelbare Gesamtzahl der Bilder einfach zu meinen Pflichtaugen dabeizuzählen und ...schwupps hab ich das gleiche Ergebnis.
Die Umstellung ist ein bischen gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Übung bedeutend schneller und vor allem sicherer.

Weiterer wesentlicher Vorteil:

Ich kann umschwenken und eine Neuberechnung jederzeit durchführen , wenn mir bei einem geplanten 7 Stiche Spiel überraschender Weise ein eingeplanter Stich bei der Eröffnung abgestochen wird. Dann rechne ich eben kurz um als 6 Stiche Spiel mit ggf. abweichendem Ersatzplan.(oder der Erkenntnis, dass immer noch alles im Lot ist)

Das gleiche gilt für 6 Stiche Spiele, aus denen plötzlich ein 5 Stiche Spiel wird!!
Die Umrechnung auf ein 5 Stiche Spiel ( kann man auch schon vorher mal ausrechnen) ist dann mein Nebenplan.

Aber ich hab ja angedeutet, dass auch dass noch zu zeitraubend sein kann, und zuviele Kräfte verbraucht, dafür gibts es das 10 Punkte System ,wo diese Berechnungen bereits berüchsichtigt wurden.
Aber erstmal muss der "Weg dahin " klar sein.
Die "Negativmethode" kann man immer dann (z.B.) bei Grands auch so anwenden ( gleiche Ergebnis!!) wenn von Anfang an klar ist, dass man hintereinander seine 6 Stiche durchbrettern wird oder muss!

Die Luschenmethode ist aber aussagefähiger, wenn man sich etwas verästeltere Spielabläufe (z.B. auch bei Solos ) vorher mal durchrechnen möchte. Dann wird schneller klar,wo ich meine Schgwerpunkte ansetzen muss, und wie die Folgestiche im Vergleich zu meiner Maximalrechnung zu meinen Gunsten abweichen, falls zuvor meine Hochrechnung weniger als 61 Augen auswies.

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Beitragvon Karlzberg » 28. Sep 2006 11:01

hmmm, ich persönlich finde diese "neagtivmethode" ab einem gewissen punkt einfacher.
im prinzip ist die formel ja die gleiche, nur dass ich diesmal eben für die gegner rechne.
und genau deshalb finde ich so etwas einfacher, da ich dann eben nur 4 stiche (und entsprechend weniger bilder) berechnen muss, anstatt dann eben 6.

aber das ist wohl geschmackssache :)

worauf du aber hinaus willst, ist mir klar, deshalb will ich hier auch nicht weiter rumdiskutieren, soll ja schließlich einfach bleiben :)
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Beitragvon Kannnix18 » 29. Sep 2006 11:02

genau Kai,
erstmal die unterschiedlichen Rechenmethoden kennenlernen, verstehen und solange anwenden, bis man darin eine Routine für sich selber entwickelt haben wird.
Wie man es dann macht ,ist tatsächlich Geschmacksache.
Setzt doch in jedem Fall voraus, dass ich zu jedem Zeitpunkt den Überblick habe und noch weiss was an Restaugen, Restkarten von Farben und Trümpfen noch drin ist, und wieviele Augen jede Partei inzwischen eingebracht hat.
Und vor allem, wer welche Karten davon nicht haben kann , oder um noch zu gewinnen, nicht haben darf!

Um hier den geraden Weg erstmal einzuschlegen ( Hauptplan) sollte man deshalb bei Spielen ,die nicht schon auf den allerersten Blick unverlierbar sind ( z.B.: 6Stiche /4 Volle / am Ende 4 Luschen) die Hochrechnung machen , und sich dann erst ins Spiel stürzen, dabei alle Antennen einschalten.
Darum müssen die Ausgangswerte an einfachen Beispielen völlig klar sein, weil man die meisten Spiele letzlich einer dieser Schablonen ( oder einer abgewandelten Form) zuorndnen kann.

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Beitragvon Moses » 30. Mai 2007 12:04

Holá!

Nach ausgedehntem Urlaub war mir im Büro irgendwie langweilig und so bin ich beim Stöbern eher zufällig auf diesen Thread gestoßen.
Die Darstellungen zu dieser Thematik sind allesamt schlüssig, allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass kurze allgemeingültige Formeln in solchen Situationen über eine evtl. Unsicherheit hinweghelfen können.

Um die minimal zu erwartenden Zählkarten schnell zu errechnen, hilft folgende allgemeingültige Formel, wobei die Klammern nur der Übersichtlichkeit dienen. Bei den exemplarischen Beispielen handelt es sich um Spiele in Vorhand.

Bei Spielen mit Skataufnahme:

Zählkarten = (sichere Stiche x 2) - ( 12 - Anzahl eigener Luschen )

Bsp.:

krbu pibu heas he10 he09 kras kr07 pias pi09 pi08

gedrückt: ka07 ka08

Ansage: Grand

sichere Stiche x 2 = 12 (weil 2 Hochbauern und 4 sichere Volle)
12 - Anzahl eigener Luschen = 6 (weil 4 Luschen auf der Hand und 2 gedrückt)
12 - 6 = 6

Ergo erhalte ich mind. 6 Zählkarten: 2x Bube + 4x Dame = 16 Augen.
Somit komme ich mit den Handaugen auf mind. 63 und brauche keinen Nebenplan.


Bei Spielen ohne Skataufnahme:

Zählkarten = (sichere Stiche x 2) - ( 12 - Anzahl eigener Luschen + 2 )

Bsp.:

krbu hebu kabu heas he09 he08 kras kr10 kr08 ka07

Ansage: Grand Hand

sichere Stiche x 6 = 12 (3 Bauern + 2 Asse + 10)
12 - Anzahl eigener Luschen + 2 = 6 (weil 4 Luschen auf der Hand + 2 für den Stock)
12 - 6 = 6

Ergo erhalte ich mind. 6 Zählkarten: 1x Bube + 4x Dame + 1x König = 18 Augen.
Somit komme ich mit den Handaugen auf mind. 56 Punkte. Ich weiß also, dass ich in diesem Fall zusätzlich ein Volles oder zwei Könige benötige, was auch einen Anfänger nicht schrecken dürfte. 8)

Hoffentlich hilft dieser Beitrag dem ein oder anderen Anfänger ein bißchen weiter :roll:
Bild
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Beitragvon mekuzo » 2. Dez 2007 22:56

Moses hat geschrieben:sichere Stiche x 6 = 12 (3 Bauern + 2 Asse + 10)

12 - Anzahl eigener Luschen + 2 = 6 (weil 4 Luschen auf der Hand + 2 für den Stock)

12 - 6 = 6

Ergo erhalte ich mind. 6 Zählkarten: 1x Bube + 4x Dame + 1x König = 18 Augen.

Somit komme ich mit den Handaugen auf mind. 56 Punkte. Ich weiß also, dass ich in diesem Fall zusätzlich ein Volles oder zwei Könige benötige, was auch einen Anfänger nicht schrecken dürfte.


Nur zur mathematischen Richtigstellung müsste es bei Handspielen so heißen:

Zählkarten = (sichere Stiche x 2) - ( 12 - ( Anzahl eigener Luschen + 2 ))
bzw.
Zählkarten = (sichere Stiche x 2) - ( 12 - Anzahl eigenern Luschen - 2)
= (sichere Stiche x 2) - ( 12 - Anzahl eigener Luschen ) + 2

Aber trotzdem vielen Dank für die Formel, kann man gut anwenden!!!
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Beitragvon bloodangel25 » 8. Apr 2008 15:23

@moses zur ersten Verteilung:

Bei diesem Beispiel greift aber auch die Formel: Soviel Stiche ich abgebe , soviele Volle muss ich haben(Wenn man selbst kein Bild hält...)Hast 4 Volle, und gibst 4 Stiche ab.
Oder verwechsle ich da was? Denke doch nicht.
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Beitragvon spock2009 » 23. Mär 2011 18:03

Kannnix18 hat geschrieben:Für 7 Stiche Spiele brauche ich nur 3 Volle, wenn ich mindestens 3 Luschen besitze / abgebe!


Ok, hier ein 100%-Grand...
krbu pibu kras kr10 kr09 kr08 kr07 piko heko kada
und gedrückt he10 kako

Oder doch nicht :-)

8. piko pias pi10 -25
9. heas heda heko -43
10. kaas ka10 kada -67
11. Einen Schnaps btte und ein Taschentuch...

PS: Meinetwegen drückt halt Herz ganz weg oder Pik und Karo K läuft aufs selbe hinaus :-)
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Beitragvon Skatfuchs » 23. Mär 2011 18:14

Hallo,

die drei Luschen meint kannix natürlich in den drei abzugebenden Stichen- sonst klappt das Schema natürlich nicht! :wink:
Ein Gut Blatt

Skatfuchs

Wer sich nach Regeln ängstlich richtet und hinter die Schablone flüchtet, den weihte nie mit seinem Kuß des Skates höchster Genius!
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Beitragvon spock2009 » 23. Mär 2011 18:35

Ei No... ums auf Englisch zu sagen :-)
Sollte aber einem eifrigen Anfänger deutlich gemacht werden...
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Beitragvon ThomAss » 23. Mär 2011 19:43

Naja kannix schrobte ja, 3 Luschen, die ich abgebe. die Kreuz Luschen gebe ich ja nicht ab, von daher stimmt die Aussage von Kannix ja wieder. Ist aber gut wenn noch Verständnisfragen dazu auftauchen bzw Anmerkungen eine Sache verdeutlichen.
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Beitragvon First » 24. Mär 2011 08:53

Noch etwas dazu:

Bedenken muss man dieses, wenn man in einer Farbe As, 10, D, 9 hat. Es kann sein, dass man die Dame drücken muss und dafür zB. die blanke Lusche einer 2. Farbe halten muss um den Grand sicher zu machen.

Viele neigen hier dazu "schön" zu drücken und wundern sich nachher, dass Sie das Spiel verloren haben. Beispiele gibt es hier im Forum dafür genug.

Beispiel:
krbu pibu kras kr10 krda kr09 pias pi10 he08 he07 ka08 ka07

Dieser Grand ist bei "richtigem" Drücken in VH unverlierbar.
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