Risiko oder Sicherheit?

Skataufgaben/-spiele aus dem Alltag

Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Leichenheinrich » 7. Mär 2021 22:21

Das tut mir leid und hoffe, euch gelingt trotz der aktuellen Umstände ein angemessenes Gedenken. Ich, und sicherlich auch MonsieurL dachten in unserer Flapsigkeit auch eher an Hochzeitsfeier oder Leichenschmaus, die ja tatsächlich aktuell nicht abgehalten werden können bzw. sollten.

Ich finde den König nicht schlimm, HH muss eh noch Stiche machen, in die die 10 unterkommt. Steht aber die 8 oder gar das Daus hinten blank, kann die 10 das Spiel direkt gegen die Wand fahren.

Beim Grand steckt für mich in Kreuzlusche als Aufschlag ohnehin viel mehr Musik.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Skatfuchs » 8. Mär 2021 00:21

Hallo,

es gibt schon zwei Wege, dass trotz der "optimalen Legung" zum Grand mit kr10 ka08 infolge der offenen Karten, dieser doch noch an die Wand gefahren wird:
1. kako kaas he08 - der AS erreicht max. 50 Augen
1. kako kaas krbu
2. kabu pibu hebu - das ist der Supergau, da der AS zu tun hat, hier aus dem Schneider mit 32 Augen zu kommen.
Ich sage ja nicht, dass dies einfach zu finden wäre, aber wir gingen ja wie bei der Skatlegung von offenen Karten aus.

@Leichenheinrich: so verrückt in Folge der drei Stiche habe ich das nicht gesehen und gemeint. Mir reichen das schon die einfachen Farbwechsel in Kreuz oder Pik aus und die sind bei weitem nicht so selten, wenn zwei Luschen Fallen. Und da würde ich auch nicht gleich den Tisch verlassen, wenn das passiert.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Primrose » 8. Mär 2021 00:28

Das zweite Szenario riecht mir nach dem Skatprogramm von MonsieurL. :D :D :D
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon MonsieurL » 8. Mär 2021 01:24

@ grüne Sau

auch von mir ein sorry. Das war eine unbedachte Bemerkung von mir. Mein Beileid für den Tod deiner Oma.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Leichenheinrich » 8. Mär 2021 07:31

@Skatfuchs

Sofern ich den Gesprächsverlauf richtig erfasst habe, hast Du selbst doch den Abstich mit Schellbauer in Runde 1 in die Diskussion eingeführt, auf den die Gegenrede aufsattelte.

Dir kommt nach 2. klkras 3. klkrbu zurück zu 4. klkrda weniger verrückt vor? Auch bei 2. klkras 3. klpi08 frage ich mich, ob HH überhaupt gewinnen will. Auf mich macht das den Eindruck, als wäre eigentlich der Abstich gewünscht und in völliger Selbstüberrumpelung folgt ein Umschwenken auf die Variante, zu der anfangs der Mut fehlte. Und hinter 2. klpi08 steckt ja wohl der Plan, Pik zu ertüchtigen – nicht unplausibel mit zwei Eingängen in klkrbu und klkras. Aber wer zur Hölle spielt dann 4. Kreuz?

Ich weiss ja nicht, ob Du qualifizierte Züge anderer Spiele mit grundverschiedenen Gegebenheiten hier in die Diskussion wirfst oder tatsächlich die von Dir beschriebenen Fauxpas als akzeptabel für aufgezeigtes Blatt in HH einschätzt, aber ich tu mich mal wieder äußerst schwer mit Deiner Argumentation. Sollte ich Dich prinzipiell falsch verstanden haben, bitte ich um Präzision.

@Primrose

Grad nochmal nachgelesen in der letzten Narrenposse – das wäre Speedy mal wieder in HH. :rolleyes: Ich frag mich wer sowas programmiert.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon mr.kite » 8. Mär 2021 13:06

1. kako kaas krbu
2. kabu
ist ein Hero-Move den ich keinem Skatspieler den ich kenne zutraue. Wie sollte HH in Stich 1 erkennen, dass sein Alter Junge nur ein Hindernis ist? Vor Jahren hatte ich mal ein Spiel, in dem ich in Stich 7 darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es dringend Zeit gewesen wäre meinen Alten zu eliminieren um meinen Partner zu stärken. Das wäre mit Nachdenken erkennbar gewesen. Aber in Stich 1? Wenn irgendjemand das schafft zahle ich gerne, verneige ich mich in Ehrfurcht und freue mich, bei so einer Tat dabeigewesen zu sein.

Dass Kreuz-As so ziemlich die schlechteste Karte ist in dieser Situation ist aber doch klar. Selbst wenn der AS kreuzfrei sein sollte und der Partner zu den ellenlangen Karo noch ellenlang Kreuz führt kann der AS jedes Ungemach leicht abwenden indem er auf Kreuz-As abwirft und später die 10 sticht (was jeder halbwegs gute Skatspieler ohnehin automatisiert tun würde). Ich denke dass das Spiel für die GP auf Autopilot gewonnen wird wenn man drückt wie ich (einzige Chance ist denke ich ds Anspiel eines Pikbildes durch HH - ob das grottig oder vertretbar ist kann ich nicht beurteilen).

Ich bleibe dennoch bei meiner Drückung. Ich denke das SPiel ist zu stark um auf Herz 2:2 zu spekulieren, und nur dann macht es Sinn Karo-Lusche zu legen. Wesentlich öfter kann Karo-Luische nützlich sein um ein Bild zu fangen. Dass die konkrete Verteilung mich ins Unrecht setzt ist traurig aber verkraftbar.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Skatfuchs » 8. Mär 2021 14:24

Hallo,

ich meine auch, das bei einem Grandspiel die Legung der klka08 nicht zu erkennen ist mit verdeckten Karten; beim Kreuzspiel aber schon.
Wie kann nach Ansicht von HH der Grand des AS denn aussehen, aufgrund seiner Karten und des Anspieles von klkako ?
Der "Standardfall" wäre hier wohl ein Grand mit den beiden mittleren Buben und drei Assen, wobei mindestens eines davon noch eine 10 dazu hat. Geht man davon aus, so finde ich das Nachspiel mit klkras wieder nicht so schlecht und VH muss auch die Kreuz nicht lang haben, da zwei Kreuz einschließlich der klkr10 vom AS gelegt sein können.
Relativ sicher ist es jedoch für ihn jedoch, dass der AS das klpias haben muss. Da auch von seinem MS die klpi10 nicht fällt, so ist zu erwarten, dass der AS auch noch diese hält und ihn zweimal über Pik an's Spiel zu bringen, sollte man wohl auch unterlassen.
Aus dem Grund halte ich einen Farbwechsel und ein Anspel von Kreuz bei weitem nicht so selten, wie hier dargestellt.
Sicherlich ist der Abstich mit dem klkrbu nd dem Nachspiel des klkabu als "Supergau" im 1.Stich kaum zu erkennen; aber ein möglicher Abwurf von klhe08 schon eher.
Mir ging es ja nur darum darzustellen, dass auch bei der "Superlegung" mit offenen Karten das Spiel noch verlierbar ist.
Alles in allem verlieren wohl so ziehmlich alle Skatfreunde das Spiel in MH aufgrund der Karolänge von 5.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Leichenheinrich » 8. Mär 2021 15:06

Du gehst ernsthaft davon aus, daß AS einen Grand mit 2 Buben und 3 Däusern samt beistehender 10 und gelegter 10 in MH anzettelt, der nach Tausch von Schell Ass gegen Kreuz Ass und dann eigenem Ausspiel noch verlierbar ist?

Kreuz Daus im 2. ist deshalb so unterirdisch, weil es jeder Gewinnidee fehlt. Kann ja sein, dass AS gar nicht auf Kreuz klemmt, dann bekomme ich mein einziges Volles doch aber wohl hoffentlich in Schell unter. Und falls ich im Endspiel doch selbst mit Kreuz antreten muss, wäre es vielleicht nicht schlecht mit dann hochgespieltem Pik noch Kreuz-Abwürfe des AS zu erzwingen vor dem finalen Stoß.

Weshalb Du immer noch eine zweite Pikrunde in Frage stellt, verstehe ich nicht, nachdem ich Dir doch beide Eingänge schon gezeigt habe – klkrbu wahrscheinlich von AS initiiert und klkras optional auch gern vom Mitspieler.

Wenn ich mich nicht völlig vertue, ist Dein Abwurf Herzlusche bei Aufschlag Schell auch nur eine Stichumstellung Deines Hero-Moves über die Bauern. Oder wie weiter nach

1. kako kaas he08
2. heas heko he09
3. he10

wenn nicht

3. he10 krbu heda
4. kabu pibu hebu

?

Einen anderen Weg, den Sieg zu erzwingen, sehe ich für GP spontan nicht.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Skatfuchs » 8. Mär 2021 15:30

Hallo,

die Frage ist natürlich, ob der AS nach dem Abwurf der klhe08 im 1.Stich und dem klheas im nächsten noch im 3.Stich die klhe10 zieht. obwohl diese ja mit absoluter Sicherheit nicht durchläuft.
"Normal" würde er wohl erst einmal versuchen den Doppelläufer in Pik durch zu bekommen, worauf auf hm aber auch das Schicksal der Niederlage zu kommt.
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Re: Risiko oder Sicherheit?

Beitragvon Leichenheinrich » 8. Mär 2021 15:32

In einem Modus, in dem HH völlig normal Herzlusche auf 15 Augen entsorgt, um bei womöglich hohlem Herz Ass des AS auch sicher noch den König zu opfern, spielt man das so. Irgendwie muss das Programm ja auszutricksen sein.
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